Schäufele, Bratwurst, Frankenwein – fränkische Spezialitäten für Genießer

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Wir Franken wissen, wie man schlemmt! Bei uns darf es vor allem deftig sein. Wir lassen aber auch süße Leckereien nicht links liegen und schon gar nicht die flüssigen Gaumenfreuden. Gehen Sie mit uns auf einen Streifzug durch die fränkische Küche und erfahren Sie, was die Franken genusstechnisch besonders glücklich macht.

Schäufele – wer kann dazu schon nein sagen?

Je nach fränkischem Dialekt heißt das Schäufele auch mal Schäuferle oder Schäuferla. Gemeint ist damit immer dasselbe, nämlich eine Schweineschulter. Optisch einer Schaufel ähnelnd, haben wir Franken das Ganze „verniedlicht“ und nennen es eben Schäufele. Serviert wird das fränkische Gericht mitsamt dem Knochen, von dem wir das Fleisch erst ablösen müssen. Wenn das Schäufele richtig und lange genug gebraten wurde, dann fällt es beinahe von selbst ab.

Das Beste am Schäufele aber ist – wie die meisten wohl bestätigen können – die Kruste, die unter einer dicken Fettschicht liegt. Zusammen mit fränkischen Knödeln und Sauerkraut bzw. Blaukraut ein echter Hochgenuss!

Karpfen – von September bis April

Das größte Anbaugebiet für Karpfen in Franken ist der Aischgrund. Von den rund 20.000 Abwachsteichen in Bayern entfallen alleine 7.000 auf das Gebiet zwischen Nürnberg, Neustadt/Aisch, Höchstadt/Aisch und Erlangen. Die Karpfensaison beginnt im September und endet im April. Das heißt, dass es Karpfen immer in den Monaten mit einem „r“ gibt. Die anderen Monate, Mai, Juni, Juli und August werden als Aufzucht genutzt.

Am beliebtesten ist der gebackene Karpfen, der in Franken mit Kartoffelsalat gegessen wird. Weiterhin kann man Karpfen blau zubereiten, wobei er nicht paniert und gebraten, sondern gegart wird und zwar in einem Sud aus Gemüse und Essig bzw. Wein. Eine weitere Spezialität in Franken sind Karpfenschnitzel, die gerne als Vorspeise genossen werden.

Fränkische Bratwürste – jede Region mit eigenem Rezept

Es gibt nicht „die Fränkische Bratwurst„, denn sie wird in jeder Region anders zubereitet. Hier hat jede Metzgerei und jeder Hersteller sein eigenes Rezept und variiert mit den Gewürzen genauso, wie mit dem Brät. Anders sieht es da schon bei der Original Nürnberger Rostbratwurst aus, denn die darf nur in Nürnberg und auch nur nach einem festgeschriebenen Rezept hergestellt werden.

Wenn Sie also die unterschiedlichen fränkischen Regionen abklappern und verschiedene Kirchweihen besuchen, wird die Bratwurst auch überall anders schmecken. Ob als 3 im Weggla, wie die Rostbratwurst vor allem in Nürnberg verkauft wird, als 2 fränkische in der Semmel oder als Fränkische Bratwürste mit Kraut, ein Genuss sind die deftigen Würste allemal.

Fränkische Kartoffelsuppe – nicht nur als deftige Vorspeise

Wir alle kennen Suppen und wissen, dass wir die meist als Vorspeise essen. Die Fränkische Kartoffelsuppe macht da keine Ausnahme, sie steht in vielen fränkischen Lokalen auf der Vorspeisenkarte, ist aber auch eine deftige Hauptmahlzeit.

Früher, als Fleisch für viele zu teuer war, stand Gemüse, respektive die Kartoffel auf dem Speiseplan. Kartoffeln gab es beinahe das ganze Jahr, denn für die kalte Jahreszeit konnte man die Knollen gut einlagern. Und somit hatte man immer genügend, um eine Kartoffelsuppe zuzubereiten. Das Besondere an der Fränkischen Kartoffelsuppe ist, dass alle Zutaten nach dem Kochen püriert werden. Heute wird die Suppe gerne mit knackigen Würstchen serviert und ist somit auch als Hauptspeise geeignet.

Meerrettich aus Franken – Obacht, scharf

Wer das mittelfränkische Baiersdorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt kennt, der weiß, dass hier ein Gemüse zuhause ist, das schon seit über 500 Jahren in Franken Tradition hat: der Meerrettich. Ursprünglich stammt er nicht von hier, denn einst wurde er von einem Markgrafen aus dem Ausland mitgebracht. Weil er so gut ankam, begann man, Meerrettich in Franken anzubauen und merkte sehr schnell, dass der „Kren“, wie man ihn hier nennt, besonders gut gedeiht.

Meerrettich ist nicht nur scharf – wobei es auch milde Formen der Zubereitung gibt – er ist vor allem gesund. 2021 wurde er sogar zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Seit dem 12. Jahrhundert wird er als das „Penizillin der Bauern“ bezeichnet und ist nicht nur fiebersenkend, sondern auch entzündungshemmend und verdauungsfördernd. Und vor allem lecker. Gegessen wird er besonders gerne zu Räucherfisch, Roastbeef, Schinken und natürlich zur Fränkischen Bratwurst – für alle, die keinen Senf mögen …

Fränkischer Biergenuss – das Land der Brauereien

OK, die Bayern rühmen sich mit dem Reinheitsgebot, das seit 1516 dafür sorgt, dass im Bier nur Wasser, Hopfen, Malz und Hefe verwendet werden dürfen. Stehen wir es den Bayern zu, denn Franken kann sich in Sachen Biergenuss ebenfalls rühmen. Nämlich mit der weltweit höchsten Brauereidichte. Die liegt in Oberfranken, wo auf rund 1.000.000 Einwohner ca. 200 Brauereien kommen. Somit versorgt eine Brauerei etwa 5.000 Einwohner mit Bier.

In ganz Ober-, Mittel- und Unterfranken sind rund 300 Brauereien beheimatet und halten die Biervielfalt besonders hoch. Was man auch an der Anzahl der unterschiedlichen Biersorten sieht, denn davon gibt es in Franken ca. 2.000. Es sollte also mit dem Teufel zugehen, wenn nicht jeder auf seinen Geschmack kommt. Bier wird traditionell im Biergarten getrunken, aber auch zu jedem guten und vor allem deftigen fränkischen Gericht. Übrigens: Der Franke macht aus Bier auch gerne mal eine Biersoße, die er zu Schweinebraten oder Schäufele reicht – verdammt lecker!

Fränkischer Weingenuss – große Vielfalt für Genießer

Neben dem leckeren Bier ist der Franke auch ein wahrer Weinkenner. Vor allem in Unterfranken finden sich die besten Voraussetzungen für den Weinanbau. Und so ist Franken mit rund 6.100 ha das sechstgrößte Weinanbaugebiet in Deutschland. Vor allem die beim Frankenwein beliebten Rebsorten Silvaner, Müller-Thurgau, Bacchus, Riesling und Weißer Burgunder werden hier angebaut.

Als markantes Behältnis für fränkischen Wein wurde vor mehr als 250 Jahren der Bocksbeutel erfunden. Die typische Weinflasche beinhaltet 0,75 Liter, also drei fränkische Schoppen. Und so trinkt der Franke beim gemütlichen Beisammensein neben Bier auch gerne mal den einen oder anderen Schoppen.

Fränkische Spezialitäten aus dem Knoblauchsland

Der Franke kennt und liebt sein Knoblauchsland. Doch auch über die Grenzen hinaus ist es bekannt, denn es ist das größte zusammenhängende Gemüseanbaugebiet in Deutschland. Und es hat eine lange Geschichte, reicht seine Erschließung doch mindestens bis ins 8. Jahrhundert zurück. Noch heute ist das Gemüseanbaugebiet im Dreistädteeck Nürnberg, Fürth, Erlangen von großer Bedeutung und bringt zahlreiche Gemüsesorten hervor.

Darunter ist der schmackhafte Spargel zu finden, der von Mitte April bis zum 24. Juni, dem Johannistag, gestochen wird. Ob als Spargelsalat oder als gekochtes Gemüse mit Sauce Hollandaise oder einfach mit zerlassener Butter, Spargel ist in Franken sehr beliebt – wozu ganz besonders gut ein Schoppen Silvaner passt.

Über weite Teile Frankens verstreut findet man im Frühling und Frühsommer Erdbeeren. Hier macht das Knoblauchsland keine Ausnahme. Von dort stammen zahlreiche der heimischen Erdbeeren, die man vor Ort sogar selbst pflücken kann. Frisch, mit Milch und Zucker, mit Sahne oder verarbeitet zu Kuchen oder Marmeladen sind sie ein Hochgenuss.

Natürlich wird im Knoblauchsland kein Sauerkraut angebaut, dafür aber das Ausgangsmaterial, nämlich der Weißkohl. Erst nach dem Einlegen – was man übrigens auch selbst mal ausprobieren kann – wird Sauerkraut daraus. Und das schmeckt nicht nur zu Schäufele und Fränkischen Bratwürsten!

Weitere Fränkische Spezialitäten

Das waren natürlich noch lange nicht alle Spezialitäten, die wir Franken so in petto haben. Lassen Sie sich von weiteren Leckereien inspirieren und finden Sie das eine oder andere auch direkt bei uns vom Frankenland-Versand:

  • Fränkischer Sauerbraten
  • Fränkischer Schweinebraten
  • Stadtwurst mit Musik
  • Fränkisches Krenfleisch
  • Fränkisches Griebenschmalz
  • Fränkischer Bauernschmaus
  • Fränkischer Preßsack
  • Leberknödelsuppe
  • Fränkische Hochzeitssuppe
  • Hausmacher Sülze
  • Saure Zipfel
  • Salzknöchle
  • Fränkischer Kartoffelsalat
  • Forelle blau
  • Nürnberger Lebkuchen
  • Küchle
  • Krapfen
  • Bamberger Hörnla
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